Absolut friedliche und stille Mahnwache von Fluid Spirit an der Sorexpo, wir nennen sie „Leidende Kuh- und Kuheuter-Ausstellung“ in Zug, 31. Januar – 1. Februar 2020

„Wir waren an der bewilligten friedlichen und stillen Mahnwache an der Sorexpo in Zug, wo wir uns für die Tiere einsetzen. Wir wurden von den Bauern mit Gülle und Mist beworfen. Sie haben uns von hinten mit Gülle und Mist beworfen, versteckt hinter der Abschrankung, wo wir nicht sein durften. Sie haben vor allem unsere Kinder mit Gülle und Mist getroffen und die Kinder sagten, dass sie bleiben wollen für die Tiere! Die Kinder haben mit Mist und Gülle an den Kleidern und in den Haaren sich vegan gestärkt und haben sich weiter für die Tiere eingesetzt – das ist die Zukunft, solch starke Kinder, die sich friedvoll und still für die Tiere einsetzen – ich bin sehr stolz auf sie! Go vegan!»

Danielle H. Jolissaint, 2. Februar 2020

Lied zu allen Wesen dieser Welt © – von Danielle H. Jolissaint

Vor vielen Jahren komponierte ich den Text zum „Lied zu allen Wesen dieser Welt“ ©, 2015 sang ich das Lied mit Fluid Spirit und mit einer Schulklasse; leider habe ich das Lied bis heute nicht veröffentlicht. Als ich heute das Lied wieder einmal hörte, berührte es mich, weil mir bewusst wurde, wie lange ich mich schon für Mutter Erde und die Tiere einsetze und dass ich erst allmählich in diesem Jahr erfahre, dass sich Bewusstsein und der Veganismus ausbreiten. So möchte ich heute dieses Lied der Welt schenken, so dass das Lied und den Text möglichst viele Menschen mit ihren Herzen und mit ihrem Mitgefühl hören können. Go vegan!

Danielle H. Jolissaint

Text zum «Lied zu allen Wesen dieser Welt» ©
Geschrieben von Danielle H. Jolissaint am 25.12.2009


Komm mit mir an den Ort, wo wir uns gemeinsam einsetzen,
dass es allen Wesen dieser Welt gut gehen kann,
dass sie zu Licht und Glück erblühen mögen.

Komm mit mir zu den Pflanzen,
sehe ihre Schönheit und ihre Fülle.
Lerne sie mit mir zu lieben,
zu achten, zu hegen und zu pflegen,
so wie die Mutter ihr Kind liebt, hegt und pflegt.
Mach es der Mutter gleich mit allen Pflanzen dieser Welt.

Komm mit mir zu den Tieren,
sehe ihre Schönheit und ihre Kraft.
Lerne sie mit mir zu lieben,
zu achten, zu hegen und zu pflegen,
als dass ihre Vielfalt sich vermehre.
Lerne sie zu lieben wie die Löwenmutter die ihre Jungen liebt, hegt und pflegt.

Komm mit mir zu den Menschen,
sehe ihre Vielfalt.
Verzage nicht an ihnen.
Lerne sie mit mir zu lieben,
zu achten, zu hegen und zu pflegen, wie die liebende Mutter ihr Kind.
Als dass die Menschen alle zum Licht und Glück erblühen mögen.
Als dass die Menschen alle zum Licht und Glück erblühen mögen.

Copyright 2009 Danielle H. Jolissaint
Alle Rechte vorbehalten

Fluid Spirit war an der Leidende Kuh- und Kuheuter-Auktion in Rothenthurm, sie nennen es Zucht- und Nutzviehauktion in Rothenthurm vom 28. Dezember 2019

Fluid Spirit hielt eine Mahnwache anlässlich der „Leidende Kuh- und Kuheuter-Auktion“ sie nennen es „Zucht- und Nutzviehauktion“ in Rothenthurm am 28. Dezember 2019.

Wenn die Menschen endlich aufhören Tiermilch zu konsumieren und aufhören sich von Tieren zu ernähren, hört das ganze unermessliche Tierleid endlich auf! Go vegan!

Da unsere Filmbeiträge grösstenteils auf wundersame Weise auf Facebook gelöscht wurden, verzichten wir darauf die Filme wieder aufzuschalten. Anstelle des Films fügen wir Fotos bei.


Haben Sie dieses Bébé gesehen?

Fluid Spirit setzt sich für Bewusstsein ein, welches unermessliche Tierleid die Milchindustrie den sogenannten Nutztieren zufügt, indem die Bauern die Kälbchen den Müttern gleich oder kurz nach der Geburt entreissen, um die Kuhmilch, welche für die Jungen wäre, den Menschen zu verkaufen. Der Mensch ist das einzige Wesen auf der Welt, das nach der Kindheit noch meint, es müsste Milch trinken, erstaunlich, nicht wahr? Ich trinke seit Jahren keine Milch, weder Soja-, noch Reis-, noch sonst irgendeine Milch!

Zu diesem Zweck stellt Fluid Spirit das Flugblatt zur Verfügung, welches grosszügig verteilt werden soll. Die Flugblätter dürfen nur zu diesem Zweck verwendet werden und nicht in und/oder an Einkaufshäusern oder Läden angebracht werden und auch nicht an Orten, wo es nicht erlaubt ist.

27.12.2019, Danielle H. Jolissaint

Download Flyer

Übergabe der Petition am 4. November 2019 gegen die Tierfabrik „Chueweid“ in Drälikon Hünenberg an die Gemeindepräsidentin von Hünenberg, Frau Renate Huwyler, und den Vorstand Bau und Planung der Gemeinde Hünenberg, Herr Thomas Anderegg

Am 17. August 2019 hat der Verein Fluid Spirit die Petition gegen die Tierfabrik „Chueweid“ in Drälikon Hünenberg gestartet. In der kurzen Zeit bis zum 31. Oktober 2019 haben 12397 Personen mit ihrer Unterschrift bezeugt, dass sie sich gegen ein Bauvorhaben der Interfarm GmbH in beschriebenem Umfang stellen. Das Ziel der Petition war es, die Bevölkerung auf das Projekt „Chueweid“ in Drälikon Hünenberg aufmerksam zu machen und die daraus resultierenden negativen Folgen aufzuzeigen. 

Aufgrund des hohen Zuspruchs für die Petition konnte diese am 4. November 2019 an die Gemeindepräsidentin von Hünenberg, Frau Renate Huwyler, und den Vorstand Bau und Planung, Herrn Thomas Anderegg, übergeben werden. Fluid Spirit bat die Gemeindeverwaltung mit der Übergabe der Petition, den Willen der unterzeichnenden Menschen zu berücksichtigen. Jegliche Erweiterungen oder Vergrösserungen sowie entsprechende Umzonungen und Sonderreglungen im Zusammenhang mit dem Bauernhof Chueweid in Drälikon sollen vor dem Hintergrund des Willens der Bevölkerung und nicht nur der Bauern begutachtet und beurteilt werden. Ebenso bat Fluid Spirit den Gemeinderat, mehr Transparenz zu schaffen und zu berücksichtigen, dass diesbezüglich beschlossene Massnahmen dem Volkswillen dienen sollen und nicht lediglich den Bauern, der Wirtschaft und in diesem Sinne der Interfarm GmbH. Ärzte wie Dean Ornish oder Caldwell Esselstyn haben in entsprechenden Studien erwiesen (siehe „The China Study“, Campbell, 2017), dass Menschen, welche tierisches Eiweiss konsumieren, ein erhöhtes Risiko haben, an vielen Krankheiten wie beispielsweise Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden oder Diabetes zu erkranken. Im Dokumentarfilm „The Game Changers“ werden Blutwerte von veganen Hochleistungssportlern verglichen mit Blutwerten von Hochleistungssportlern, welche tierische Nahrung zu sich nehmen. Die eindeutig besseren Blutwerte der Veganer beweisen, dass Veganer und Veganerinnen gesünder und kraftvoller sind. Nur die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie halten stur an diesem Irrtum fest, dass Menschen tierisches Eiweiss benötigen würden und somit Produkte tierischen Ursprungs wie Fleisch von Tieren essen sollen, wohlverstanden von Tieren, die sich nur von Pflanzen ernähren. Der Mensch kann sich also direkt von Pflanzen ernähren, ohne den Umweg über das Tier machen zu müssen, das sowieso nur Pflanzen isst. So wird auch der Natur und dem Klima ein grosser Dienst erwiesen. Auf Grund dieser Tatsachen und des grossen Leids der Tiere entscheiden sich immer mehr Menschen, auf Produkte tierischer Herkunft zu verzichten, was auch dadurch belegt wird, dass der Milchkonsum in der Schweiz in den letzten 10 Jahren um 18% gesunken ist (siehe Petition) und der Fleischumsatz in der Schweiz im Vergleich der Jahre 2017/2018 um 37 Mio. CHF (2660 Tonnen) zurückging (siehe Marktbericht Fleisch, BLW, Februar 2019). Das ist eindeutig die Bewegung der Zukunft, so dass nicht solche Tierfabriken mit entsprechendem Tierleid unsere Natur schädigen sollen, wodurch wir Menschen unsere Erholungszonen verlieren, die Biodiversität abnimmt und das Grundwasser leidet (siehe Petition und BAFU, 15.8.2019). Die Reussebene wäre ein einzigartig schönes Naherholungsgebiet für uns Menschen, wären da nicht die Gülle und die Interfarm GmbH mit den am Trennungsschmerz leidenden Mutterkühen und Kälbchen, die abgesondert werden (siehe Petition). 

Zur Übersicht eine Zusammenfassung der Unterschriften nach Region: 

Kanton:Anzahl:
Kanton Zug inkl. Hünenberg:4069Personen
Hünenberg:1387Personen
Kanton Zürich:2652Personen
Kanton Luzern:998Personen
Kanton Aargau:962Personen
Kanton Schwyz:314Personen
übrige Kantone (ohne Zug, Schwyz, Luzern, Zürich, Aargau):2853Personen
Ausland:479Personen
Online fehlerhafte Erfassung:47Personen
Nicht lesbar (handschriftlich):23Personen
Total Unterschriften:12397Personen
Davon Online-Unterschriften:5739Personen

Am 4.11.2019, nach Abgabe der Petition, sind noch einmal 77 Unterschriften eingegangen, davon 18 Online-Unterschriften.

Detaillierte Informationen zur Petition

Geht in die Schlachthöfe, seht den Schrecken des Mordens und werdet euch bewusst, welche Qualen die Tiere für euren Genuss ertragen müssen. © 2019 Danielle H. Jolissaint

Stellt euch vor, ihr bekämt einen kräftigen Schlag zwischen eure Augen, ihr hörtet ein dumpfes Geräusch und würdet dann, wenn der Schlächter den Bolzen wenigstens gut gesetzt hat, durch den Bolzenschuss bewusstlos. Wenn der Schlächter den Bolzenschuss nicht gut gesetzt hätte, würdet ihr sogar noch miterleben müssen, wie ihr an den Füssen an einer Rohrbahn an Anschlingketten aufgehängt würdet. Euer Herz würde und müsste noch schlagen, damit beim nachfolgenden Durchschnitt der Halsschlagadern oder des Bruststichs das Blut auslaufen kann. Durch den Blutentzug würde euer Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, so dass der Tod endlich eintreten würde. So würde es euch widerfahren, wenn ihr als Rind geboren wärt und geschlachtet würdet für den Fleischverzehr der Menschen.
(vgl. www.schlachthof-transparent.org/pages/schlachtprozess/rinderschlachtung.php)

Wärt ihr als Schwein geboren, würdet ihr in kleinen Gruppen von mindestens zwei bis acht  Tieren in Gondeln oder Körben in eine ca. 9 m tiefe Grube hinabgelassen, welche mit CO2 gefüllt ist. Da CO2 starke Atemnot auslöst, würdet ihr nach ca. 15 Sekunden mit Atemnot und Erstickungsangst nach Luft schnappend ohnmächtig werden. Anschliessend würdet ihr wieder hochgefahren und automatisch aus der Gondel gekippt. Dann würdet ihr hängend durch Schnitt durch die Halsschlagader entblutet, was dann erst zum Tod führen würde. Der Blutentzug müsste kurzfristig erfolgen, weil ihr sonst aufwachen würdet.
So würde es euch widerfahren, wenn ihr als Schwein geboren wärt und geschlachtet würdet für den Fleischverzehr der Menschen.
(vgl. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schlachtung)

Direkt aus den Transportboxen würdet ihr kopfüber an ein laufendes Band gehängt, welches euch von nun an zu den verschiedensten Todesvorbereitungsstationen transportieren würde. Wenn ihr Glück hättet, würdet ihr als erstes einen Stromstoss während acht bis fünfzehn Sekunden erhalten, welcher eine Art epileptischen Anfall auslöst und schlussendlich zur Bewusstlosigkeit führt. Wenn ihr dieses Glück nicht hättet, dass ihr durch einen Stromstoss bewusstlos gemacht würdet, dann würdet ihr miterleben, wie euch am Laufband kopfüber hängend die Halsschlagader durchgeschnitten würde.
So würde es euch widerfahren, wenn ihr ein Huhn wärt und geschlachtet würdet für den Fleischverzehr der Menschen.
(vgl. www.schlachthof-transparent.org/pages/schlachtprozess/huenerschlachtung.php)

 10.7.2019 Danielle H. Jolissaint

Das Patriarchat – die Kühe und die Frauen

Dieser Artikel entstand durch Danielle H. Jolissaint anlässlich einer von ihr geführten Achtsamkeitsmeditation.

Der Artikel ist eine Zusammenfassung zu einem wesentlichen Thema dieser Meditation. Um den Artikel der Öffentlichkeit zugänglich zu machen hat ihn Danielle uns zur Verfügung gestellt.

Wir danken Danielle aus tiefstem Herzen für ihre einzigartige Klarheit und Liebe zu allen Wesen dieser Welt.

Isabella T. Knör 22.5.2019

Das Patriarchat – die Kühe und die Frauen

Aufklärung des Irrglaubens, dass durch eine vegetarische Ernährung keine Tiere leiden und sterben müssen

Viele Menschen sind bereit, auf Fleisch und Fisch zu verzichten, weil sie eingesehen haben, dass durch deren Konsum Tiere leiden und sterben müssen und sie dies nicht verursachen möchten. Es ist uns daher ein Anliegen aufzuzeigen, dass auch mit einer vegetarischen, genauer gesagt einer Ovo-Laktovegetarischen(1) Ernährung Lebewesen leiden und sterben müssen, so dass mehr Bewusstsein darüber entstehen kann.

Wegwerfkühe und Wegwerfkälber – Leid und Tod verursacht durch die Milchproduktion: 
„Da es möglich ist, Milch zu gewinnen, ohne der Kuh etwas zuleid zu tun, nehmen die meisten Menschen an, Milchprodukte seien von Natur aus frei von Tierquälerei.“ (Joy, 2013). 
In der Milchindustrie wird das Geld mit den Kühen, also der Milch verdient, und nicht mit den Kälbern. „Die Konsumenten sehen es der Milch nicht an. Doch der Herstellung des „weissen Goldes“ geht Trennungsschmerz voraus. Damit Kühe konstant Milch liefern, müssen sie einmal pro Jahr kalben. In der Regel werden die Kälber kurz nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt und isoliert in sogenannten Iglus aufgezogen; die natürliche und soziale Bindung kann so nicht wachsen. Futterautomaten, Melkroboter, Milchmengenerfassung per Computer: Für säugende Mütter ist in der Hochleistungs-Milchviehhaltung kein Platz.“ (Tages Anzeiger, 2018)
Um die Milchleistung zu steigern, werden den Kühen gentechnisch erzeugte Wachstums-hormone gespritzt und ihre Euter werden immer grösser, so dass sie teilweise Mühe beim Gehen haben. Gleichzeitig können sie aber immer weniger lange „genutzt“ werden und sie sind früher „ausgebrannt“. (Busse, 2015)
„Die Wegwerfregel der modernen Milchwirtschaft lautet: Nach durchschnittlich drei Jahren im Melkstand werden Milchkühe in Deutschland ausrangiert, also geschlachtet. Wenn die Kühe grade mal fünf Jahre alt sind.“ (Busse, 2015) Die normale Lebenserwartung liegt bei rund 20 – 25 Jahren. Um die Milchproduktion zu gewährleisten, werden die Kühe einmal pro Jahr künstlich besamt. „Dieses ständige Geschwängertwerden und Milchgeben belastet ihre Körper derart, dass viele Kühe zu lahmen beginnen oder an Mastitis erkranken, einer Euterinfektion, die zu schweren Entzündungen führen kann.“ (Joy, 2013)
An Messen, wo besonders schöne und leistungsfähige Kühe mit grossen Eutern ausgestellt und prämiert werden, werden die Kühe oft vorher nicht gemolken, damit ihre Euter noch grösser aussehen und ihre Zitzen werden verklebt, damit keine Milch austritt, was für die Kühe äusserst schmerzhaft ist. „Ungeachtet dieser erheblichen körperlichen Belastungen, denen Milchkühe ausgesetzt sind, rührt ihr vielleicht grösstes Leid von dem emotionalen Trauma her, das sie jedes Jahr nach ihrer Niederkunft erfahren.
Ihr männlicher Nachwuchs wandert in die Kalbfleischproduktion, der weibliche in die Milchproduktion. Wie zuvor schon angemerkt, haben Kühe eine innige Beziehung zu ihren Kälbern und stillen sie bis zu einem Jahr. In den Tierfabriken wird das Kalb dagegen meist nur wenige Stunden nach der Geburt fortgebracht, damit die Milch der Kuh stattdessen für den menschlichen Konsum genutzt werden kann. Oft wird das Kalb einfach von seiner Mutter weggezerrt, die währenddessen hysterisch brüllt. {…} Genau wie Menschenmütter können Kühe rasend vor Verzweiflung werden, wenn sie ihre Kinder nicht finden.“ (Joy, 2013) Kälbern wird also die für sie lebenswichtige Muttermilch vorenthalten, wie auch die Fürsorge und der Körperkontakt der Mutter sowie soziale Kontakte mit Artgenossen, indem sie meist in Einzelboxen gehalten werden. Dies wird so gemacht, weil die Kälber sonst versuchen, gegenseitig beieinander zu saugen. Durch diese Haltung entstehen Krankheiten, Unterentwicklungen oder Verhaltensstörungen, welche mit Medikamenten behandelt werden müssen.
„Ökonomisch gesehen lohnt sich sein Leben nicht. Seinen Zweck hat es mit seiner Geburt erfüllt. {…} Die Milch ist das Gold, das Kalb ist der Abfall.“ (Busse, 2015)

Jeden Tag, an dem ein Kalb lebt und frisst, verursacht es Kosten, welche der Schlacht-preis nicht aufwiegt. Wenn sie nicht sowieso sterben, werden die Kälber nach wenigen Tagen oder Wochen in Mastbetriebe transportiert und dann kommen sie – baldmöglichst – in den Schlachthof, in der Regel nach 16 – 18 Wochen. (Joy, 2013) Bei Rassen, welche ausschliesslich für die Milchproduktion gezüchtet werden und deren Fleisch nicht rentabel ist, dürfen die männlichen Kälber nach Schweizer Gesetz bereits nach sieben Tagen ge-tötet werden. (Tages Anzeiger, 2015)
Zu denken, dass dies alles in kleineren Bauernbetrieben oder auf Bio-Höfen anders sei, ist leider ein grosser Irrtum!
Mit solchen Fotos, die jedoch nicht der Realität der allermeisten Tiere entspricht, wird jedoch ein idyllisches Bild in den Köpfen der Konsumentinnen und Konsumenten erzeugt, damit sie weiterhin mit gutem Gewissen möglichst viel Milch und Milchprodukte konsumieren. (Quelle: Tages Anzeiger, 2018)

Wegwerfhennen und Wegwerfküken – Leid und Tod verursacht durch die Eierproduktion:
„Legehennen sind Vögel, die zur Eierproduktion dienen. {…} Die männlichen Küken sind wirtschaftlich wertlos und werden deshalb kurz nach der Geburt entsorgt. Dazu werden sie entweder in einen grossen Schredder gekippt und bei lebendigem Leibe zermahlen, mit Gas getötet oder einfach in die Mülltonne geworfen, wo sie ersticken oder an Flüssigkeitsmangel sterben. Die weiblichen Küken wandern in Legebatterien, wo im Schnitt jeweils sechs Vögel in einen Drahtkäfig von der Grösse einer Registrierschublade gestopft werden. {…} Da die Hennen genetisch so verändert sind, dass sie zehnmal so viele Eier legen wie ihre Vorfahrinnen, sind ihre Knochen morsch und brechen häufig, denn aus ihrem Skelett wird überproportional viel Kalzium zur Bildung der Eierschalen ab-gezogen. {…} Sobald die Hennen nicht mehr genügend Eier legen, um profitabel zu sein, werden sie aus ihren Käfigen gerissen. {…} Kaum älter als ein Jahr, landet eine Legehenne bereits im Schlachthof.“ (Joy, 2013)
Legebatterien sind im europäischen Raum offiziell verboten, die Umsetzung ist jedoch in vielen Ländern noch nicht abgeschlossen. Auch bei Freiland-, Auslaufhaltung oder in Bio-Betrieben bleibt das Problem der nicht rentablen männlichen Küken bestehen, wie auch die massive Verkürzung der normalen Lebensdauer eines Huhns und dessen Über-züchtung, damit in etwas mehr als einem Jahr möglichst viele Eier aus ihm herausgepresst werden können.

Leiden und Töten sind also nicht nur eine direkte Folge von Fleischkonsum, sondern auch von Milch und Eierproduktion und deren Konsum. Durch eine vegane Ernährung kann dies verhindert werden.

(1) Ovo-Lakto-Vegetarier essen kein Fleisch, keinen Fisch, jedoch Milchprodukte und Eier

Quellen:
• Busse, T. (2015): Die Wegwerfkuh. München: Karl Blessing Verlag. 2. Auflage
• Joy, M. (2013): Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen. Münster: compassion media
• Risi, A. & Zürrer R. (2012): Vegetarisch leben. Zürich: Govinda-Verlag. 10., aktualisierte Auflage
• Tages Anzeiger vom 16.6.2015: Sie leben keine sieben Tage mehr. https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Maennliche-Kaelber-werden-zum-Abfallprodukt/story/27801309
• Tages Anzeiger vom 19.9.2018: Trinken die Schweizer bald „Elternzeit-Milch“?
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/trinken-schweizer-bald-elternzeitmilch/story/22677078


11. Oktober 2018/ks